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         Heimattreffen 2018 Hedwig und Bries

Das Heimattreffen für Hedwig und Bries fand am 30.09.2018 wieder im bewährten Landgasthof "Schreyerhof" in Hessigheim statt. Jürgen Stenzel, Organisator des Treffens und Vorsitzender der Ortsgemeinschaft, begrüßte 60 Gäste, darunter als Ehrengast Wera Stiffel, die 2. Stellvertreterin der Bundesvorsitzenden.
Nach der Begrüßung und Totenehrung folgte ein kurzer Rechenschaftsbericht und ein Ausblick auf das inzwischen weit fortgeschrittene Projekt "Heimatbuch".

Bei der konkreten Umsetzung dieser schon vor rund acht Jahren geborenen Idee standen Initiatoren und Autoren vor großen Herausforderungen. Denn es mangelte an einschlägigen Unterlagen und schriftliche Zeitzeugenberichten über Hedwig und Bries. Erschwerend kommt hinzu, dass Hedwig seit Jahrzehnten nicht mehr dauerhaft bewohnt ist, so dass der in anderen Gemeinden übliche Kontakt mit daheimgebliebenen Landsleuten hier kaum möglich war. Umso mehr können wir nun mit Genugtuung und Freude feststellen, dass Mut, Zuversicht und Ausdauer trotz widriger Umständen belohnt werden, so dass wir der Vollendung des fast 300 Seiten starken Werkes entgegen sehen können. Allerdings müssen noch einige Verlags- und Finanzierungsfragen abschließend geklärt werden.

Nach dem Mittagessen informierte Dittmann Mendel, Rektor a. D., über den aktuellen Stand des Buchprojekts und gewährte in seiner mit aussagekrätigen Schaubildern angereicherten Powerpoint- Präsentation einen "Blick ins Buch". Schwerpunkt des interessanten Vortrags waren die Themen Geschichte der Besiedlung, Herkunft der Namen, Mundart und Erwerbsgrundlagen der Bewohner.
Nach Dittmans Mendel Forschungen kann das Spreegebiet und die Oberlausitz als Kreuzungspunkt für die Siedlungsströme ins Hauerland betrachtet werden. Da Ende des 14. Jahrhunderts weite Teile der deutschen Sprachinsel um Deutsch Proben herum besiedelt waren, mussten die später eintreffenden Neusiedler immer höher in bergiges Gebiet hinauf ausweichen, wo nur noch die für eine ertragsreiche Landwirtschaft ungeeigneten steinigen Böden lagen, wie in Hedwig.
Bei den auf "hau" endenden Ortsnamen dürften die Waldrodung bzw. Bergbau für die Namensgebung Pate gestanden haben. Die Namen Hedwig/Hadviga und Bries/Briestie bilden da eine Ausnahme.
Dittmann Mendel wurde für seinen rund einstündigen Vortrag mit Beifall und einer Flasche Wein belohnt.

Nachdem die über 80-jährigen Landsleute mit einem Wein-Präsent beschenkt worden waren, genossen die Gäste auf der Terrasse und dem Hof bei strahlender Herbstsonne einen herrlichen Blick über Neckar und bunte Weinberge.
Danach lockten Kaffeee und Kuchen die Teilnehmer wieder in den Saal, wo sie ihre anregenden Gespräche fortsetzen konnten.

Im Laufe des Nachmittags brachte Landsmann Stefan Retlich die anwesenden wieder mit tiefsinnigen und heiteren gedichten zum Nachdenken und Schmunzeln. Da der über 90-jährige fast alle Strophen auswendig vortrug erntete er Bewunderung und anerkennenden Beifall.

Es ist bemerkenswert und erfreulich, dass die Teilnehmerzahl seit einigen Jahren relativ kontant bleibt, weil der anderorts zu beobachtende alters- und krankheitsbedingte Rückgang bei uns durch neu hinzukommende Gäste weitgehend ausgeglichen werden kann.

Das nächste Heimattreffen findet am Sonntag, den 20.09.2019 in Hessigheim statt.

 

 

 


 

Hedwig ein ehemaliges deutsches Dorf im Hauerland (Slowakei)